Durch das Lehren lernen wir

Jahrbuchbericht Patrick Glazle

Erstellt von herr |

Im Folgenden schildert Patrick Glazle  seinen Weg zur Trainer-Lizenz (DOSB-Lizenz), Schwerpunkt Kinderleichtathletik.

Mein Name ist Patrick Glazle, ich bin 18 Jahre alt und besuche die Wirtschaftsgymnasium-Klasse 12/3 der Reutlinger Theodor-Heuss Schule. In der Leichtathletik bin ich nicht nur Leistungssportler, sondern auch Trainer in Pliezhausen.
Zusätzlich zu meinem eigenen Training, trainiere ich drei Mal pro Woche die Altersklasse U12 im LV Pliezhausen 2012.

Im Februar 2020 absolvierte ich an der Landessportschule Albstadt staatliche Prüfungen, welche aus zwei schriftlichen und aus einem Praxisteil bestand.
Nach harter und langer Arbeit erhielt ich dann erfolgreich meine Trainer-Lizenz (DOSB-Lizenz), mit dem Schwerpunkt Kinderleichtathletik.
Eine Lizenz ermöglicht nicht nur mir als Athlet einen Vorteil und ein spezifischeres Wissen über die Sportart, sondern erleichtert mir vor allem die Trainingsplanung, Durchführung, sowie die Bewegungskorrektur.


Als mich die Nachricht erreichte, dass unsere Studienfahrt nach Budapest abgesagt wurde, welche von 20. Juli – 24. Juli statt gefunden hätte, war meine Klasse und ich sehr enttäuscht. Einfach nur DANKE CORONA – FÜR NICHTS.
Nach weiteren Corona Lockerungen sollten die Fortbildungen in der Leichtathletik wieder anfangen.
Kurzfristig entschloss ich mich dann dazu, den Ergänzungslehrgang zu einer höherwertigen Lizenz zu machen. Die Zeit hatte ich ja nun durch die entfallene Studienfahrt.


Mein Aufenthalt an der Landessportschule Albstadt

So schnell wie die Zeit verging, stand ich wieder hier. Kaum war man weg, ist man wieder da - an der Sportschule Albstadt.
Auch hier gelten, wie aktuell üblich die Corona Regeln. Alles ist ausgeschildert und die Mund-Nasen-Bedeckung gehört auch hier zum Alltag.
Abstand einhalten, kein Körperkontakt, eine vorgegebene Laufrichtung und jede vorgegebene Abbiegung ist auch hier einzuhalten.

Normalerweise fängt hier der Tag um 7.45 Uhr mit dem Frühstück an. Doch am Montag den 20. Juli, um 09.00 Uhr, war erstmal die Anreise angesagt. Eine Stunde nach der Anreise fand schon das erste Seminar statt. Dort begrüßte uns Ralf Kramer, unser Seminarleiter.
Der Lehrgang bestand aus 18 Teilnehmern. Die Altersunterschiede zwischen mir und den anderen Lehrgangsteilnehmern war groß. Mit Abstand war ich wieder der jüngste...
Nach einer kurzen Vorstellrunde ging es schon mit der ersten Theorieeinheit los. Vormittags wurden Leichtathletik spezifische Inhalte besprochen. Beispielsweise wurden die einzelnen Disziplinen in deren Ausführung thematisiert. Inhalte wie die Technikmerkmale der einzelnen Disziplinen, sowie die korrekte Ausführung wurden ausführlich besprochen.
Dabei wurde auch die Bewegungskorrektur angesprochen, welche eine enorm wichtige Aufgabe der Trainer ist. Verdeutlicht wurde uns die Ausführung durch Präsentationen und anhand kurzer Videos von Profisportlern, wie Usain Bolt (jamaikanischer Sprinter), Malaika Mihambo (deutsche Weitspringerin) sowie Niklas Kaul (deutscher Zehnkämpfer).


Nicht nur fachliches Wissen spielt eine wichtige Rolle, sondern auch das Überfachliche.
Deswegen wurde auch in den Seminaren am Vormittag nicht nur die Theorie von Wurfdisziplinen, Sprint- & Sprungdisziplinen analysiert, sondern auch pädagogische Inhalte. Dabei spielt auch das Thema Ernährung und insbesondere Regeneration eine bedeutende Rolle. Diese wurde uns näher von Dr. Wolfgang Friedrich erläutert. Dr. Friedrich ist ein Experte, er war eine längere Zeit Dozent an der Elite-Universität Konstanz, aber bildet auch Bundestrainer verschiedener Sportarten aus. Zusätzlich verfügt er über viel praktische Erfahrung. Er arbeitet mit Bundesligaspielern vom Handball, aber auch mit Fußballspielern wie die vom VFB Stuttgart zusammen. Aktuell gehört auch der Tischtennisspieler Timo Boll zu seinen Schützlingen.
Sein Vortrag hat mich sehr beeindruckt und war für mich persönlich sehr inspirierend.
Deshalb kann ich einen Vortrag bei ihm sehr empfehlen.

Im Anschluss an die Seminare ging es um 11.45 Uhr zum Mittagessen.
Unter den Sportlern ist Albstadt für das gute Essen bekannt. Die Gerichte gehen von Nudeln bis zum Schnitzel mit Pommes, aber auch Pizzabrötchen. Auch wenn die Zeit für das Mittagessen eher an die Essenszeit von einem Rentner erinnert, konnte man sich dennoch jedes mal auf die Mahlzeit freuen.
Für das Hauptgericht musste man sich an der Ausgabe-Theke anstellen. Bei den Mitarbeitern konnte man sich dann sein Gericht abholen.

 

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