Skip to main content Skip to page footer
Erstellt von Christian Deuschle | | Sonstiges

2. Teil des Berichtes der Jugend-Mehrkampfgruppe aus dem Trainingslager in Milano Marittima

Ostertrainingslager in Milano Marittima – Bericht 2 der Mehrkampfgruppe

Nachdem die erste Hälfte unseres Trainingslagers in Milano Marittima bereits geschafft war, stand endlich der wohlverdiente trainingsfreie Tag an – sehr zur Freude unserer müden Muskeln. Ganz ohne Sport ging es natürlich trotzdem nicht: Der Tag startete traditionell mit einer kleinen Theorieeinheit. Dieses Mal widmeten wir uns den Themen „Sprint-Arme“ und „Kugelstoßen“. Die Jungs präsentierten ihr Wissen zur optimalen Armführung im Sprint, während die Mädchen die perfekte Kugelstoßtechnik erklärten.

Anschließend wurde es kreativ: Bei einer Teambuilding-Challenge sollten wir aus Spaghetti, etwas Klebeband und einer Schnur möglichst hohe Türme bauen – inklusive Marshmallow auf der Spitze. Während einige Gruppen strukturiert vorgingen, erinnerten andere Bauwerke eher an einen „kontrollierten Scheiterhaufen“. Besonders spannend: Ein zunächst vielversprechender Turm stürzte kurz vor Schluss ein und rettete so den „Scheiterhaufen“ vor dem letzten Platz. Die Belohnung? Marshmallows – je nach Platzierung mehr oder weniger verdient.

Der Nachmittag wurde individuell gestaltet: Einige Jungs erkundeten per Fahrrad einen „Lost Place“, andere trotzten dem wechselhaften Wetter am Strand oder vertrieben sich die Zeit mit Spielen. Ein besonderes Highlight des Tages: Lene gönnte sich spontan einen Friseurbesuch und kam mit einer neuen Kurzhaarfrisur zurück. Der Abend klang mit Spielen und einer hitzigen Grundsatzdiskussion aus: Heißt es eigentlich „Keks“ oder „Kekks“?

Am Freitag war dann Schluss mit Erholung. Hochmotiviert setzten wir im Training das Gelernte über die Sprint Arme und die Kugelstoßtechnik direkt in die Praxis um – und das endlich bei strahlendem Sonnenschein! Zur Abkühlung ging es danach direkt ins Meer. Auch die Mittagspause wurde aktiv genutzt: Während sich die Jungs (und ein paar Mädels) ein intensives Spikeball-Turnier lieferten, genossen die Mädels die Sonne am Strand. 

Am Nachmittag standen Hochsprung, Medizinballübungen und Tempoläufe auf dem Programm. Die wohlverdiente Belohnung dafür folgte beim Abendessen: Nach „dezenten“ Hinweisen auf den Essenszetteln gab es endlich das heiß ersehnte Tiramisu. Wie groß die Vorfreude war, zeigte sich besonders bei Emily, die den Tränen sehr nahe war als die Mädels sich einen Spaß erlaubt haben und ihr Tiramisu unter dem Tisch versteckt haben und behaupteten „der Kellner hat es schon abgeräumt, als du gerade weg warst“. 

Der Samstag brachte nochmal bestes Wetter und es konnten wieder die kurzen Hosen und Tops ausgepackt werden. Der Trainingsplan umfasste eine Krafteinheit im Fitnessstudio, eine Hürdeneinheit und Defizitübungen. Für einige gab es auch den ersten Sonnenbrand. Zur Regeneration ging es natürlich wieder ins Meer.

Da Milano Marittima über Ostern zum Party-Hotspot wird, ließen wir uns das Abendprogramm nicht entgehen: Ein Besuch bei der Beachparty, ein Abstecher in der Stadt mit Eis essen und dem obligatorischen Besuch am Boxautomaten. Dabei konnte Emil sogar den Rekord von Quentin aus dem letzten Jahr brechen. 

Am Sonntag, unserem letzten Trainingstag, machten sich die intensiven Einheiten der Woche dann doch bemerkbar. Dennoch gaben wir noch einmal alles: Nach einer Runde unseres Lieblings-Warm-up-Spiels „Football“ standen Beschleunigung und Speerwurf auf dem Plan. Am Strand wurde anschließend kurzerhand eine neue Disziplin erfunden: Stabhochsprung ins Wasser. Genau das richtige für unsere Jungs, die viel Spaß dabei hatten. Am Nachmittag folgte unsere traditionelle Abschlusseinheit im Pinienwald – mit Beinachsenübungen, Stabilisation, Streckschlinge und den legendären Tempoläufen (3x5x300m bzw. 3x3x300m). Passend dazu das Fazit von Jannes: „Die Läufe waren baba.“

Nach der letzten Einheit ging es ein letztes Mal gemeinsam an den Strand und ins Meer, wo sich unsere Trainer ein wohlverdientes Abschlussbierchen gegönnt haben. Danach konnten wir uns auf das letzte Abendessen im Hotel Deborah freuen. Eine kleine Enttäuschung gab es hier allerdings für die acht Jungs, deren Bestellung von 18 Schnitzelportionen nicht ganz geklappt hat und sie sich nur 12 ergattern konnten. Dafür entschädigte der Nachtisch umso mehr: Schokokuchen mit flüssigem Kern und Vanilleeis.

Der Abend wurde ein letztes Mal gemütlich in der Stadt und anschließend gemeinsam mit vielen Spielen und Gesprächen auf der Hotelterrasse verbracht. 

Am Montag hieß es dann Abschied nehmen und Rückreise Richtung Pliezhausen. Nachdem wir in der Schweiz eine gefühlte Ewigkeit im Stau standen, zwischenzeitlich ausgestiegen sind und uns die Beine vertreten hatten, kamen wir mit reichlich Verspätung gegen halb zehn abends an unserem Heimatstadion an. 

Fazit:

Das Trainingslager war – wie jedes Jahr – ein voller Erfolg. Nicht nur sportlich haben wir große Fortschritte gemacht, sondern auch als Team eine schöne Zeit erlebt.

Ein großes Dankeschön geht an Philipp und Chris, die dieses tolle Erlebnis jedes Jahr für uns möglich machen!

PS: Ein Rätsel bleibt ungelöst: Wer hat morgens so früh die Rollläden hochgezogen – und wer hat nachts heimlich die Betten verschoben?

Zurück