Alexander Glazle meistert Iron Man in Weltklassefeld
Iron Man Challenge Roth am 05.07.2026
Am vergangenen Wochenende fand in Franken erneut das legendäre Challenge Roth statt - die Langdistanz, die nicht umsonst als größter Triathlon der Welt gilt. Über 3.000 Einzelstarter, dazu zahlreiche Staffeln, sodass insgesamt mehr als 6.000 Athletinnen und Athleten auf der Strecke waren.
Begleitet wurde das Ganze von über 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauern, die entlang der
gesamten Strecke für eine Atmosphäre sorgten, die man sonst nur aus großen Radsport-Events kennt.
Ein sportliches Highlight setzte der Franzose Sam Laidlow, der in Roth einen neuen Weltrekord auf der Langdistanz erzielte. Eine Leistung, die selbst erfahrene Triathlonfans sprachlos machte und die gesamte Veranstaltung zusätzlich elektrisierte. Für die Athleten auf der Strecke war es ein besonderes Gefühl, Teil eines Rennens zu sein, das sportlich Geschichte schreibt.
Mitten in diesem beeindruckenden Feld startete Alexander Glazle vom LV Pliezhausen, der nach drei Jahren strukturiertem Training und wöchentlich 15–20 Stunden Belastung bestens vorbereitet an die Startlinie ging. Das Rennen begann mit einer Herausforderung, die Triathleten eher selten begeistert: Neoverbot. Trotzdem fand Alexander schnell seinen Rhythmus. Bereits bei Kilometer 3 im Main‑Donau‑Kanal merkte er, dass das Gefühl stimmt und der Tag gut werden könnte. Mit einer Schwimmzeit von 01:27:31h kam er kontrolliert aus dem Wasser.
Auf dem Rad zeigte sich dann, wie stabil seine Vorbereitung war. Der erste Split nach 5,5 km lag bei 38,8 km/h, die Gesamtzeit bei 05:36:48h – konstant, fokussiert und getragen von der besonderen Stimmung entlang der Strecke. Ein absolutes Highlight war der berühmte Solarer Berg: Rund 300 Meter lang, komplett gesäumt von Zuschauern links und rechts, die einen wie bei der Tour de France nach oben tragen. Man fährt durch einen Tunnel aus Menschen, wird angeschrien, angefeuert, geschoben und plötzlich ist man oben, ohne wirklich zu merken, dass man überhaupt geklettert ist. Ein Moment, den man nicht vergisst.
Besonders motivierend war die Nähe zu den Profis. Man sieht sie nicht nur – man ist direkt mit ihnen auf der Strecke. Sie machen genau das gleiche wie man selbst, nur schneller. Diese unmittelbare Nähe sorgt für einen zusätzlichen Schub und macht Roth zu einem der emotionalsten Rennen überhaupt.
Nach über sechs Stunden Rennzeit folgte der Marathon, den Alexander in **03:41:04** absolvierte. Die Zuschauer entlang der Strecke machten jeden Kilometer leichter, und spätestens auf den letzten Metern war klar: Das wird ein Moment, der bleibt.
Mit einer Gesamtzeit von 11:06:28h (inkl. Wechsel) erreichte Alexander das Ziel – im gleichen Rennen, in dem die Profis sogar einen neuen Weltrekord aufstellten. Ein Tag voller Gänsehaut, Emotionen und dem Gefühl, Teil eines außergewöhnlichen Sportereignisses gewesen zu sein.
Ein großes Dankeschön geht an seine Trainer Rut, Rainer und Basti, die ihn über drei Jahre hinweg begleitet und unterstützt haben.
Als Nächstes steht für Alexander der Staffelstart in 2 Wochen in Tübingen an, bevor er sich ab Herbst voll auf sein großes Ziel für 2027 konzentriert: einen Start bei den Finals in Stuttgart.