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Erstellt von Christian Deuschle | | Wettkampf

Jannes Kuhn verbessert eigenen Vereinsrekord - Annika Grimm verpasst die Top 10 knapp

Deutsche Mehrkampfmeisterschaften der U18/U20 in Hannover vom 29.-31.08.2026

Zwischenzeitlich sah es nicht mehr danach aus, doch am Ende gelang es Jannes Kuhn durch einen starken Speerwurf und 1.500er seinen erst 4 Wochen alten eigenen Vereinsrekord im 10-Kampf der U18 um 77 Punkte auf 6.213 Punkte zu verbessern. Damit belegte er am Ende Rang 19. Da er als 22. gemeldet gewesen war, ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis und eine imposante Steigerung seiner Punktzahl um 650 Punkte gegenüber 2025! Er startete seinen 10-Kampf sehr schnell mit PB über 100m (11,74s) bei leichte Gegenwind. Im Weitsprung landete er im letzten Versuch dann bei 6,16m - weiter als beim besten 10-Kampf dieses Jahr. Nach einem kleinen Dämpfer im Kugelstoßen (11,29m) dann ganz starke 1,86m im Hochsprung - neue PB (+3cm), Platz zwei in BaWü und fünftbester Hochspringer bei der Mehrkampf-DM. Auf den den ersten Tag abschließenden 400m fehlten dann ein wenig die Körner, akzeptable 53,60s kamen dennoch in die Wertung. Mit 3.220 Punkten bedeutete das 32 mehr als beim bisher besten 10-Kampf. Nach etwas schwierigem Start in den zweiten Tag über die Hürden (15,91s) ließ der frisch gebackene Baden-Württembergische Meister im 10-Kampf starke 33,36m im Diskus folgen - ganz nah an seiner PB. Im Stabhoch hielt er sich mit 3,60m schadlos, wobei die 3,70m zwei mal nur ganz knapp fielen. Dann der Speerwurf: Nach zwei soliden 40m-Würfen stellte Jannes sein 700g-Wurfgerät im aller letzten Wurf mit diesem Gewicht genau richtig und mit sattem Armzug in den Wind, so dass er und Coach Philipp Schneider schon vor der genau gemessenen Weite die Fäuste ballten. Die Messung ergab dann 46,65m - PB und nochmal +90 Punkte zur bisherigen Weite. Damit lag er jetzt definitiv auf Kurs Verbessrung Vereinsrekord und 6.200 Punkte - und eine weitere Paradedisziplin von Jannes stand ja mit den 1.500m noch aus. Trotz etwas müder Beine quälte er sich in starken 4:41,55 min und der sechstbesten Zeit aller Teilnehmer ins Ziel, konnte damit in der letzten Disziplin noch fünf Konkurrenten überholen und sich auf Rang 19 verbessern.

Zufrieden mit ihrem DM-Auftritt konnte auch Annika Grimm in der U20 sein - wobei sie mit ein wenig mehr Glück nicht auf Rang 12, sondern Rang acht gelandet wäre. Das lag am letzten Versuch im Weitsprung, den sie denkbar knapp übertrat und somit "nur" 5,02m statt ca. 5,40m in der Wertung hatte. Bei den Mädels macht das einen Unterschied von etwa 100 Punkten aus, welche die deutlich bessere Platzierung bedeutet hätten. Trotzdem legte die Abiturientin den zweitbesten 7-Kampf ihrer Karriere hin, was laut Coach Schneider primär daran lag, dass sie zwar in keiner Disziplin eine PB aufstellen konnte, aber überall nah dran war - außer eben im Weitsprung. Zudem mussten die U20-Mädels im Regen die 200m laufen, was zwar für alle gleich war - aber für alle auch etwas schlechtere Zeiten bedeutete. 

Insgesamt fiel das Fazit also positiv aus, was auch mal wieder unserem Physio Christian Läßig zu verdanken ist, der seine heilenden Hände in den 3 Tagen in Hannover nicht nur an den beiden LVP-Athleten hatte, sondern auch an einigen Deutschen Meistern und Medaillengewinnern aus dem heimischen Württembergischen Leichtathletik Verband. 

Alle Ergebnisse hier: https://ergebnisse.leichtathletik.de/Competitions/Details/20472 

 

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