Kilometer sammeln und Sonne tanken zum Jahresstart
Bericht Trainingslager Monte Gordo 2026
Zum Jahreswechsel zieht es traditionell zahlreiche Läufer an die portugiesische Algarve, genauer gesagt in das beschauliche Monte Gordo. Dort finden sich optimale Voraussetzungen, um bereits in den ersten Januarwochen den Grundstein für eine erfolgreiche Saison zu legen. So war auch eine kleine Gruppe von Pliezhäusern dem Winter entflohen und absolvierte vor Ort ein ebenso intensives wie erfolgreiches Trainingslager.
Ein besonderes Merkmal dieses ersten Trainingslagers im Jahr ist die weitgehende Selbstorganisation der Athleten. Dies betrifft sowohl Unterkunft und Zeitraum als auch die Trainingseinheiten, wobei es dennoch einen übergeordneten Rahmentrainingsplan zur Orientierung gibt. Vor Ort ergeben sich zudem immer wieder Kombinationsmöglichkeiten mit Athleten aus anderen Trainingsgruppen oder Kadern, sodass man sich gegenseitig pusht und motiviert. Unter diesen Voraussetzungen sammelten wir zahlreiche Trainingskilometer und absolvierten anspruchsvolle Tempoeinheiten. Von Monotonie oder gar Langeweile konnte trotz des hohen Laufumfangs keine Rede sein – dafür sorgte die große Vielfalt unserer Trainingsinhalte, die sich längst nicht nur auf das reine Laufen beschränkten. Zudem nutzten wir unterschiedlichste Trainingsorte: Waldwege und asphaltierte Strecken, das örtliche Stadion mit angeschlossener Halle und Kraftraum sowie nicht zuletzt den Strand oder das hoteleigene Fitnessstudio.
Wettertechnisch zeigten sich die ersten Tage vor Ort zwar noch nicht von ihrer besten Seite. Spätestens in der zweiten Kalenderwoche verdrängte die Sonne jedoch den anhaltenden Regen, und wir fanden bei blauem Himmel und Temperaturen knapp unter 20 °C teils hervorragende Bedingungen vor. Diese nutzten wir auch abseits des Trainings ausgiebig. Häufig ging es nach dem Mittagessen in eines der zahlreichen Strandcafés, wo wir uns über unser Training, anstehende Wettkämpfe und unsere Ziele für die kommende Saison austauschten. Bei malerischem Ausblick und angenehmem Meeresrauschen verging die Zeit dort wie im Flug, ehe direkt im Anschluss die zweite Trainingseinheit des Tages folgte.
Insgesamt vergingen die rund anderthalb Wochen an der Atlantikküste einmal mehr viel zu schnell. Auf der Heimreise blieb der Rückblick auf ein erfolgreiches und verletzungsfreies Trainingslager, das Lust auf die kommende Saison macht – und die Vorfreude auf Monte Gordo 2027.
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